| Produzent der CD des Hot Pants Road Club – Grand Funk Orchestra – Erscheinungsdatum November 2009.
Mit der opulenten 16-Mann-Besetzung schlägt der HPRC ein neues Kapitel in der orchestralen Popmusik auf, denn moderner großformatiger Big Band-Bläsersound trifft auf die gut geölte Funk-Combo der HPRC-Stammbesetzung. Es entsteht ein definitiv neuer Sound zwischen Funk und Jazz, den man – auch im internationalen Rahmen – so noch nicht gehört hat.
Für diese Eigenständigkeit ist in hohem Maße Arrangeur Werner Wurm verantwortlich, live auch an der Posaune zu hören. Er munitioniert nicht einfach die knackige Dreistimmigkeit des HPRC-Bläsersatzes zu einem größeren Format auf, sondern arbeitet mit den Möglichkeiten der elf Bläser einen vielschichtigen Sound aus, der die geschmacksichere Balance zwischen einer Funk/Soul-Geradlinigkeit und einer jazzigen Avanciertheit hält. der entstehende Tutti-Sound des Ensembles ist enorm wuchtig, im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend, gleichzeitig aber von einer filigranen Durchsichtigkeit, die dem Hörer balladeske Tränen klanglicher Rührung und Erkenntnis in die Augen zu treiben vermag.
Mit den acht zusätzlichen Bläsern gibt sich die Crème da la Crème der österreichischen Musikszene ein Stelldichein. Es treten zunächst vier der meist beschäftigten Blechbläser in Aktion, angeführt von Highnote-Trompeter Josef Burchartz. Der Saxophonsatz versammelt herausragende Instrumentalisten verschiedener Generationen wie Martin Fuss, Thomas Kugi, Markus Ecklmayr und Markus Zahrl. Alle Musiker treten im Laufe eines Konzerts zum Solo an, verschiedene Improvisationsansätze werden sichtbar, Virtuosität darf im Rahmen dieses konzentrierten und ausgelassenen Musizierens durchaus dabei sein. Das Repertoire enthält neben HPRC-Klassikern vor allem neue Werke.
HPRC’s Grand Funk Orchestra ist Luxus für ein internationales Parkett, wunderbar purer Luxus, einen, den man nicht einsparen will, soll, kann.
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